Sipaway Island – Philippinen – Urlaub bei den flüsternden Palmen
Nach 2005 und 2007 planten wir für April 2009 wieder einen Urlaub im Land der 7000 und mehr Inseln. Wie immer stand unser gemeinsames Hobby "Tauchen" im Vordergrund.
Diesmal führte unser Weg auf die Insel Sipaway.
Sipaway ist eine kleine Insel (ca. 7 km lang, 1 km breit) in der Tanon Street in unmittelbarer Näheder bekannten philippinischen Insel Negros.
Die Strapazen der langen Anreise nahmen die beiden Evas, Tamara, Walter, Peter und der Autor dieses Berichtes auf sich. Um es vorweg zu nehmen, die Strapazen auf sich zu nehmen, hat sich mehr als gelohnt.
Nach den Flügen Wien–Doha, Doha–Cebu, einer Nächtigung auf Cebu, Fährtransfer nach Negros und kurze Überfahrt mit einer Banca (philippinisches Auslegerboot) gelangten wir in unser Quartier, in das Whispering Palms Island Resort.
Zum Unterschied zu unserem letzten Aufenthalt auf den Philippinen wurden wir von der Ankunft in Cebu bis zur Abreise fast familiär bestens betreut.
Das Ressort selbst ließ keine Wünsche offen und es wurde in jeder Weise auf die individuellen Wünsche der Gäste eingegangen, ob dies die Zusammenstellung der Speisen, die Abfahrtszeiten zu den Tauchgängen oder was auch immer betraf.
Obwohl das Gelände des Ressorts weitläufig ist, ist es nur für 40 Gäste ausgelegt; somit steht einem geruhsamen Urlaub nichts im Wege.
Der Alltag verläuft stressfrei und wurde von mit Schlafen – Tauchen – Massagen – Essen verbracht und gelegentlich wurde der eine oder andere Ausflug unternommen, um auch Land und Leute besser kennen zu lernen.
Sowohl die Anlage wie auch die Tauchbasis stehen unter deutscher Leitung, aber ihr könnt mir glauben, es gelingt auch einem Wiener, sich hier problemlos wohl zu fühlen.
In unserem Fall übernahm ohnehin zumeist Walter das verbale Kommando in der Anlage und er versuchte – wie zu befürchten –, auch kulinarisch seine Akzente zu setzen. So gab es, wahrscheinlich erstmalig auf Sipaway, ein Gericht mit Speckfisolen.
Die Ausflüge – deren drei – werden vom Chef der Anlage (Detlev) selbst durchgeführt und er ist bemüht, sein fundiertes Wissen über die Philippinen und insbesondere den Bereich der beiden Visaya-Inseln Cebu und Negros weiter zu geben.
Bei den Ausflügen wurden wir mit wilden Affen, Hahnenkämpfen, Tropfsteinhöhlen mit philippinischen Korbflechterinnen, Wasserfällen im tiefsten Dschungel, Märkten der Einheimischen und mit einem physikalischen Wunder (auf einem gewissen Streckenteil fährt das Kraftfahrzeug ohne Motorkraft bergauf) konfrontiert.
Zum Abschluss möchte ich noch auf unser eingangs erwähntes Hobby, das Tauchen, näher eingehen.
Dem Ressort angeschlossen ist die von Christian – einem Bayern – geführte Tauchbasis der Sipaway Divers.
Hier wird einem auch noch die einzige Schwierigkeit am Tauchen abgenommen, das heisst, man wird von der Mannschaft der Sipaway Divers so umsorgt, dass man sich um seine Gerätschaft fast bis gar nicht kümmern braucht.
Die Tauchmöglichkeiten bestehen aus Tauchen am Hausriff, Tauchgängen rund um Sipaway, wo die längste Anfahrt ca. 20 Minuten dauert – und Tagesausflügen zur Westküste der Insel Cebu.
Die Tauchgänge selbst – deren jeder unserer Gruppe mindestens 20 absolvierte – sind stressfrei, werden gut geführt und man hat genügend Zeit beim Austauchen in seichten Tiefen Schnecken, Geisterpfeifenfische, wunderbare Korallenstöcke und unzählige Fische verschiedenster Art und Farbe zu bewundern. Mit etwas Glück zieht auch noch ein Schwarm Kalamare vorbei.
Peter, der ja uns allen als Tiefenjäger nach dem Motto keiner taucht tiefer als ich bekannt ist, hat sich in diesem Urlaub den Namen „Muränenflüsterer“ verdient, denn es verging – so glaube ich – kein Tauchgang wo er nicht in irgendeiner Höhle eines dieser hier relativ kleinen Tiere ausfindig gemacht hat.
In den so genannten Nachbesprechungen – zu meist an der Bar – mit Christian und Detlev konnte man in Erfahrung bringen, dass versucht wird, das Tauchprogramm zu erweitern, so ist z. B. eine 2- bis 3-tägige Safari zu weiter entfernten Riffen angedacht bzw. wird an einer Kombination Sipaway mit abschließendem Walhaischnorcheln in Tonsol gearbeitet.
Sipaway war eine Reise wert und trotz der langen An- und Rückreise glaube ich, dass ich nicht das letzte Mal dort war.
Bilder und optische Eindrücke folgen (Photogalerie)
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