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Reisetagebuch zu Dublin/River Shannon im Juni 2010
Mit viiiieel Wasser in Wien und unter den Füssen in Irland
02.06.
- Ankunft im Hostel „Noname“ – die Leute sind wirklich sehr nett.
- Zu Fuss durch die Stadt
- Wetter – Stimmung in Hochform.
- Hunger im „Elephanthouse“ teuer gestillt und
- wir habens für alle überprüft: Ja, irisches Essen kann man vergessen !
- Abbey Street – Temple Bar – Dublin Castle – Dubliner – St Patricks Chatetrale – Meathstreet
- “The Libertins” Distrikt – mit dem klingenden Namen “Stinking Road” – mit Polizeigeleit und der angemessenen dubliner Höflichkeit heil durchquert
- bei einem half pint of Guinnes und irischer Musik klingt der erste Tag aus.
Erkenntnis: um wenig Geld wenig wohnen …und: beim Schlafen sind die Augen zu !
03.06.
- Erstaunlich gut ausgeschlafen !
- Frühstück um´s Eck ist wunderbar
- Wetter sonnig – los gehts
- Hop on /Hop off Tour durch die Stadt
- Spaziergang durch St Stefen's Green
- Alles liegt auf der Wiese: Kinder, Studenten, Tauben, Banker und Christian
- St Stefen's Shoppingcenter mit der grössten Uhr des Landes und einem wunderbaren Eis
- Irene „schwächelt ein bisserl bei der St Patricks Cathedral – Pfefferminztee und Pause macht uns wieder fit
- Abendessen - thailändische Küche, scharf aber gut und
- irischer Ausklang in der „ Ginger Ale Bar“
bringt uns zurück zu unserem Hostel, ja, es steht noch !
04.06.
- Frühstück wie „gewohnt“
- dann mit dem DART an die Küste nach „Howth Island“
- Schloss von aussen in einem wunderschönen Park
- Die Seelöwen im Hafen warten schon auf Christian, der prompt mit einem Sack Fische anrückt und deren Gusto zu stillen versucht
- Irene versucht das ganze Geschehen zu filmen…oder doch nicht … na, Hauptsache, alle sind zufrieden …
- Nachdem sich Irene beim Inselrundgang zum Lighthouse fast verloren hätte, gibt es Fisch and Chips natürlich auf der Wiese und gemeinsam gehts zurück in die Stadt
- Da findet ein Fest am Kay des Liffey statt und weiter draussen ist der Hafen, wo heute auch der Wolfgang übers Wasser kommt
- Die Talbot Memorial Bridge wird geöffnet, um einige Schiffe zum Meer zu lassen - ein spannendes Schauspiel - und Wolfgang auf der Aston Bridge getroffen
- Hunger wird wieder indisch gestillt und in der Temple Bar beim Barhopping mit guter irischer Musik klingt der Abend mit einem pint Guinnes aus.
05.06.
- Auf nach Portuma, um auf dem Shannon zu kreuzen!
- Zuerst aber noch ein Frühstück und neue Schuhe…
- Nach 2,5,Stunden Busfahrt durch irische Lande steht SIE – „Caprice 13“ – vor uns …
und die Schuhe bringt der Busfahrer nach…
- na, ich kam aus dem Staunen und Freuen nicht mehr raus – und die Frage nach einer Toilette (indisches Essen will bekanntlich zweimal genossen werden) war auch „brennend“ !
- nachdem also Wolfgang die Einschulungsfahrt pravourös bestanden hat, das Seil aus der Schiffsschraube entfernt und der Kühlschrank wirklich voll war – geht es endlich los - Schiff ahoi!!!
- Wurstsalat auf hoher Flusssee schmeckt prima - und
- die 1.Schleuse ist bald in Sicht
- aber der Schleusenwärter, ob Sehnsucht nach der Irin, Hunger oder Durst auf Guinness - ist schon nach Hause
- 1. Nacht also in irischer Natur
- das Frühstück wird zum Abendessen, (schmeckt aber auch) !
- Nach einigen Runden SKIPO in die Koje
- wo, weil wir ja Wasser lieben, bald der Regen durch die geschlossene Lucke auf Wolfgang´s Kopferl tröpfelt.
06.06 .
Happy Birthday Wolfgang – und er schleust zum 1.Mal zur Belohnung !
- Frühstück in Banagher
- mit schnellstem Taxi – ist schon da, bevor Wolfgang anrufen kann
- Fahrt zum Schloss Earl of Ross (Ortschaft Birr) mit einem wunderschönen Park und der ältesten Sternwarte der Welt – wirklich sehenswert
- mit vollen Futtertaschen zurück auf die Caprice und
- weiter gehts in ruhiger Landschaft begleitet von Sonne und Familie Schwan mit dem jüngsten Sohn „ Turbofritz“
- er kann AM Wasser laufen um die besten Happen zu erwischen !
- Shannonbridge – die nächste Station taucht vor uns auf
- Napoleon was here und hat Festungsmauern gebaut – jo,
- und das im Reiseführer als besuchenswerter Geheimtipp „ Irish Pub“ soll auch unserer Meinung nach ein Geheimtipp bleiben !
– es sei denn man hat als Ziel „ Turbo-Guinness-geeicht“ an der Bar zu hängen ! Die hiesigen einheimischen Typen sind aber sicher nicht zu übertreffen !
- Spruch an der Bar: "When I die, please burry me under the desk, so my husband can visit me seven days a week"
Die „ Pottery“ mit dem landestypischen Porzellan hat Gott sei Dank geschlossen, sonst hätte die Caprice vieleicht Schlagseite bekommen!
- und Irene gewinnt IMMER! Bei Skipo
- Gott sei Dank gibts irischen Wein im Eichenfass gereift – wo er wächst ? Steht nicht am Etikett, aber wir wissen – er ist gut !
07.06.
- Morgenspaziergang zum „ Napoleonspielplatz“ und dann
- Continentalfrühstück an Bord
- so gestärkt und bester Laune gehts zwischen Sonne – Wolken – beruhigender Landschaft nach
- Clenmacnoise – keltischer Friedhof aus dem 8. bis 12. Jht. zwischen Regengüssen sehen wir ein Stück irische Kultur der Vergangenheit
- heute hat die Bordküche Schwierigkeiten den Gusto der Crew zu bewältigen !
Kartoffel, Salat und Koteletts! Also knapp vor dem Hungerdilirium alles in die eine Pfanne und drauflosgebruzelt ! – Hey, das war gut !
- Landgang zum Pub, ältestes Pub „ Scan`s“ der Reise, Guinness gut, Musik der 80iger
- Boatpeople betrunken – Sägespäne am Boden ! Wirklich nett – und
– es regnet!
08.06.
- Frühstück mit allem was der Kühlschrank bietet, Nachschub wartet ums Eck im Supermarkt
- Nach einer Runde durch das wirklich nette Städtchen und dessen Geschäfte gehts weiter am Shannon heute über das Lough Ree
- Wind peitscht die See, der Himmel kübelt und die Fernrohre suchen in der Gischt die Bojen, damit uns Kapitän Christian sicher durch die unruhige See kreuzt
- um im Hafen „ Glosson Village“ anzulegen.
- wie immer mit säuselnder Stimme an die Crew Wolfgang am Steuerrad , Maat Christian an der Reling, Matrosen Irene und Silvia mit den Befestigungstauen in der Hand zum Handeln bereit
- „ net so schnelll!...langsam…no abissl…fiare… du muast zruck . zruck..na.. fiare….
- a bissl no ..hoits es furn …Irene….na, na…ziag on.. zruck…las locka….du soist hoitn…Silvia… warum ziagst net..…
- foa zuwa….na, endlich! Supa is gangan .. ihr miast´s das nächste moi………Verbesserungen werden angewiesen !
- Deswegen gibt es in Irland Whiskey, wurde sicher von den Matrosen erdacht !
- Aber wir lieben uns noch immer- was auf 12 m2 wirklich von Bedeutung ist – und rüsten uns mit Ölzeug zum Landausflug
- die Anlegestelle ist direkt am Golfparcours in der Pampa, herrliche Ruhe – nach dem Anlegemanöver des wilden österreichischen Bergvolkes haben auch die Enten wieder Ruhe gefunden
- nach einem Marsch durch die wirklich schöne irische Landschaft auf der Suche nach Zivilisation ( 3 beißbereite Hunde sonst nix..) zurück zur Caprice und die Würstl aus dem Kühlschrank…
- man staunt wie im Rhythmus fast Sonne mit Regen und viel Regen abwechselt und freut sich dass es an Bord eine Heizung und heissen Tee gibt.
- heute amüsiert sich die Crew mit UNO
- Irisches Sprichwort: Passt dir das Wetter nicht, warte eine Viertelstunde…
09.06.
- und noch mehr Regen
- heute Überquerung des Lough Ree
- Wind kommt auf, Silvia dezimiert die Zahl der Bojen um eine und wird wegen dieses Zwischenfalls gleich vom Kapitän zum Küchengehilfen degradiert
- Kapitän Christian kann Richtung 12 Uhr 30 nicht interpretieren
- und schrammt an Boje Nr. 5 grad noch vorbei
- wird aber doch sicher und kompetent von seinem Natur-Navi Irene/Silvia in den Clondra Canal gelotst
- Superenge Schleuse – Manövrieren geht prächtig – mit den üblichen Kommandos – (Gott sei Dank kann der Schleuser nicht deutsch und ist sehr! freundlich und mitteilsam)
- wo geht´s hin - rechts ? - links ? - na, doch rechts - na links immer diese Entscheidungen - wir schiebens auf den Guinnesskonsum des Kapitäns Wolfgang und
- der Hafen ist noch gesperrt – nagelneu! (hat hoffentlich nix mit unseren Hochseekünsten zu tun)
- also legen uns zu den schon ankernden Booten aus dem vorigen Jahrhundert – und stürmen die örtlichen Pubs!
- „Richmond Inn“ ist kein Geheimtipp, kann man ruhig empfehlen - Ja, da gibt´s ein prächtiges abendliches Mahl
- und so wankt die Besatzung zufrieden auf den Kahn zurück zum abendlichen Spielchen
- Ja, so eine Schiffsreise hats in sich und macht zufrieden !
10.06.
- nach einer sternenklaren Nacht und Sonne schaut alles noch schöner aus
- durch das Frühstück gestärkt, erkunden wir diesen schönen ruhigen Ort vom Kirchplatz zur Mühle, entlang des alten Canale in die Felder zu den Dorfstechereien und nach dem Test des neuen Kinderspielplatzes
- Weiterfahrt auf dem Camline River über Lough Forbes
- ein wirklich schöner Teil der Reise, der Regen macht Pause und wir geniessen die Fahrt
- Eisvogel, Kranich, Ente, Schwan, viel Landschaft und nochmals Landschaft und natürlich ein paar Regentropfen, was der Stimmung aber nichts anhaben kann
- und woher kommt der Spruch: Scheissen wie ein Reiher!? Das beschäftigt die Besatzung
- Schleuse wird mit Pravour genommen und die Autobrücke unterschifft
- in Island Mooring gibt’s einen Umtrunk im Pub, mit den örtlichen Schönheiten! (hoffentlich liegt die Schönheit nicht allein am Guinness ..)
- Brathendldinner stärkt für die Überfahrt von Lough Botin nach Drumod mit sehr schönen Hafen
- Dorfrundgang, Eisenbahnmuseum und
- „Cox´s Steak House“, wo wir wieder sehr gut gegessen haben
- UNO kann man auch verlieren, weiss jetzt Silvia
11.06.
- Early morning walk am Natural Way hat Silvia für die Crew erledigt
- Frühstück mit Sonne wunderbar, die Reste holen sich die Enten
- Weiterfahrt über Black Lough durch enge Wasserstrassen wunderschön
- Shannon Albert Lok – letzte Schleuse
- Beobachtung der Schiffsbesatzung vis a vis bringt folgende Erkenntnis:
Silvia: schön und gscheid geht nicht,
Christian: mh ... hät´s a Mann werden müssen!
- Ankunft Carrick-on-Shannon um 16:00 Uhr
- Rundgang durch die Stadt, reges Treiben und Autos kommen der verkehrten Seite daher
- kleinste Kirche der Welt
- man staune: Unser Abschiedsdinner findet (no na ned) beim Inder statt.
12.06.
03:00 Uhr geplante Abfahrt zum Flughafen
03:15 Uhr es ist so weit – Christian kämpfte mit dem Inder
- und zurück übers Wasser nach Wien, wo es nach einer zweiwöchigen Hitzewelle endlich wieder regnet.
Fazit: Schön wars (Photos) und die Tour ist empfehlenswert.
Bewertung: 6 von 5 Sternen
Tipp: Boot gross genug wählen !
Freunde könnten zu Feinden werden !
Es könnte öfter regnen und kalt sein !
Kühlschrank immer gefüllt halten – Schwäne und Crew haben immer Hunger !
Whiskey und Guinness wurde nicht umsonst hier kreiert !
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