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Notfälle rund ums Tauchen |
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Von Bauer Michael, Spartenleiter
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Sonntag, 15. Januar 2006 |
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Tauchen zählt an sich nicht zu den Hochrisiko-Sportarten.
Trotzdem
kann es notwendig sein, Tauchpartnern richtig und rasch Erste Hilfe zu
leisten, dem wird auch schon in der Tauchausbildung Rechnung getragen.
Folgend finden sich aktuelle Erkenntnisse und Richtlinien zur Hilfe bei Notfällen am, in und unter Wasser.
 (c) Rotes Kreuz
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Herz-Lungen-Wiederbelebung beim Erwachsenen
- Die Entscheidung, eine Cardio-Pulmonale Reanimation (CPR = HLW) zu beginnen wird getroffen, wenn
das Opfer nicht reagiert und nicht normal atmet.
- Die Hände werden in der Mitte der Brust
platziert, unnötiger Zeitverlust bei der Auffindung des optimalen Druckpunktes soll vermieden werden.
- Die Atemspende sollte eher über 1 Sekunde als bisher über 2
Sekunden gehalten werden.
- Das Verhältnis Kompression:Beatmung wurde verdoppelt auf
30:2. Dies gilt für Erwachsene und im Falle von Laienreanimation auch
für Kinder.
- Die 2 initialen Atemspenden sind zu
unterlassen, man beginnt mit 30 Kompressionen, unmittelbar nachdem ein
Kreislaufstillstand festgestellt wurde.
Herz-Lungen-Wiederbelebung beim Kind
- Laienhelfer oder Einzelhelfer, die einen
Kreislaufstillstand annehmen oder bestätigen können, wenden ein Verhältnis von 30
Kompressionen zu 2 Beatmungen an. Sie beginnen mit 5 Beatmungen und setzen mit
der HLW fort analog zur Erwachsenen-CPR.
- Zwei oder mehrere Retter wenden ein Verhältnis von 15:2
an, bis in die beginnende Pubertät. Der Beginn er Pubertät muss dabei
nicht präzise definiert werden.
- Beim Säugling (erstes Lebensjahr) wird mit der
Zweifingertechnik massiert (Einzelhelfer) bzw. mit der
Zweidaumumfassungstechnik (2 oder mehrere Helfer). Bei einem
Lebensalter über einem Jahr wird jene Massagetechnik angewendet, die dem Helfer
vertrauter ist.
- Fremdkörperaspiration beim Säugling und Kind: Versuch von 5
Atemspenden, wenn frustran, Beginnen der Herzmassage ohne weitere Unterbrechung.
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 (c) Rotes Kreuz
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Wesentliche Änderungen bei der Verwendung von AEDs (automatische externe
Defibrillatoren)
- Es wird im Rahmen der Public Access Defibrillation (PAD) empfohlen, öffentlich zugängliche AEDs an jenen Orten
aufzustellen, wo mit einer Wahrscheinlichkeit von einem gesicherten
Kreislaufstillstand in 2 Jahren gerechnet werden kann.
- Ein einzelner Schock (mindestens 150J biphasisch oder 360J
monophasisch) wird abgegeben, unmittelbar gefolgt von 2 Minuten einer nicht zu
unterbrechenden Herzmassage ohne Kontrolle von Lebenszeichen, Puls oder
Terminisierung des Kammerflimmerns.
- Der AED kann verwendet werden bei einem Lebensalter über einem
Jahr. Kinder-Paddles des elektrischen Outputs sind zwischen 1-8 Jahren empfohlen.
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Quelle: Guidelines des European Resuscitation Council 2005 (Original: http://www.erc.edu/index.php/doclibrary/en/)
Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Arbeitsgemeinschaft für Notfallmedizin (AGN)
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